August Wanderung

Wandertipp: Auf hohen Wegen durch das Birgland

Östlich von Nürnberg, zwischen Sulzbach-Rosenberg und Alfeld, erwartet Besucherinnen und Besucher die eindrucksvolle Landschaft des Birglandes. In geheimnisvollen Wäldern geben bizarre Felsformationen der unberührten Waldlandschaft ihren charakteristischen Charme. In den lebendigen Dörfern und Gemeinden gibt es neben der Möglichkeit zur Einkehr in die gemütlichen, traditionsreichen Gasthäuser auch Gelegenheit bei Kirchweihen und Festen mitzufeiern.

An einem sonnigen Sommertag machten sich 25 Senioren der Wandergruppe der Naturfreunde Pommelsbrunn auf zur monatlichen Wanderung von rd. 10 km Länge. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz an der Hochstraße der AS3, gut zu erreichen über die A6 Ausfahrt Sulzbach-Rosenberg, dann in Schwenderöd rechts bis kurz vor der Autobahnunterführung. Ein kurzer Weg führt zum Anton-Leidinger-Weg, dem wir nach links mit Blaustrich durch den felsigen Buchenwald unterhalb der Wirtshänge Richtung Schwenderöd folgen. Nach 2 km erreichen wir eine Teerstraße bei einer großen Sitzgruppe, die zu einer ersten Pause einlädt, dann geht es links aufwärts zur AS3, der wir nach rechts ca 1km nach Schwenderöd folgen.

Die Gemeinde Birgland hat 2023 einen Walderlebnispfad an einem Teilstück des Birglandrundwanderwegs an der Hohen Straße in Schwenderöd errichtet – direkt gegenüber vom Pendlerparkplatz. Daran grenzt das Waldgebiet der Familie Müller in Leinhof an, die es sich hier zur Aufgabe gemacht hat, die dort bestehende Fichtenmonokultur sukzessive durch einen nachhaltigen und widerstandsfähigen Mischwald zu ersetzen.

Der Walderlebnispfad greift dabei mehrere Aspekte auf: Er gibt in knapper Form wichtige Informationen über den Wald, lädt auf spielerische Weise ein, zu beobachten, was in der Natur passiert und vermittelt Freude über die eigenen körperlichen Fähigkeiten an verschiedenen Fitnessstationen. Als Maskottchen begleiten uns ein Waldkauz und ein Specht, beide in diesem Wald heimische Vogelarten. Insgesamt gibt es 15 Stationen. Acht Stationen laden dazu ein, körperliche Fähigkeiten wie Balancieren, Hanteln oder Klettern auszuprobieren. An sieben weiteren Stationen sind Tafeln aufgestellt, auf denen die beiden Maskottchen das alte Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielen. Dabei thematisieren sie die Besonderheiten oder Neuheiten des Waldes.

Wir folgen dem Birglandweg durch den Wald Richtung Betzenberg, der Aussichtspunkt auf Schwend mit Bank ist leider etwas zugewachsen. In Betzenberg findet am 2. Samstag im Juli auf dem Dorfplatz das traditionelle Backofenfest statt. Ab 14.00 Uhr werden den Gästen frischer Brotkuchen, mit Schinken oder Schnittlauch belegte Brote, Grillspezialitäten, sowie ein Kaffee und Kuchen Buffet angeboten.

Mit Markierung 25 wandern wir durch Wald und Flur Richtung Schwend, am Parkplatz vor dem Friedhof biegen wir links in die Sonnleite ein und stehen bald vor dem Gasthof Cafe Anni.

Neben gutbürgerlicher, bayerischer Küche werden wir mit hausgemachten Kuchen und Torten verwöhnt, die sind so lecker, dass Gäste sogar von weit außerhalb des Landkreises kommen. Gaststube, Wintergarten und Terrasse bieten einen schönen Ausblick auf den weiteren Weg.

Gut gestärkt geht es Richtung Ortsmitte, dort links die Hauptstraße entlang bis uns kurz vor dem Ortsende die Markierung 6 auf grünem Grund nach rechts auf den Felsensteig zum Buchenberg führt. Anfangs nur leicht ansteigend erreichen wir nach einigen steilen und felsigen Passagen den Buchenberg, der mit 633 m Höhe zum Dach des Oberpfälzer Jura gehört. Unter einer großen Bayernfahne blicken wir auf Schwend, eine Bank lädt zur Rast ein. Der weitere Pfad führt über eine schmale Gratschneide vorbei an verschiedenen Felsformationen. Auch wenn die Kraxelei durch die Dolomitriffs nicht besonders anspruchsvoll ist, Trittsicherheit ist erforderlich und Hände benutzen nötig, denn ab und an geht es auch an steil abfallenden Felskanten entlang. Man kann die einzelnen Felsen erklimmen oder umklettern, die Felsformationen können aber auch umgangen werden. Nach einem letzten steilen Abstieg wird nach 500m der Wanderparkplatz erreicht.

Bilder: Pauline Regler, Harry Huber Text: Klaus Schuhmacher

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