Wandertipp der Pommelsbrunner Naturfreunde : Im Herz der Fränkischen Schweiz
Diese Wanderung wurde am 4. Juli 2025 bei Regen von einer 24-köpfigen Gruppe der Naturfreunde unter der Führung von Gnahn Hermann begangen.
Start: Muggendorf/ Fränk. Schweiz. Parkmöglichkeiten: Am Bahnhof (gebührenpflichtig) oder auf dem Parkplatz einer Gastwirtschaft, die man bei der Rückkehr besucht. Gesamtlänge: Etwas über 7 km. Höhenmeter auf und ab: Jeweils 150 HM. Markierung: Grünstrich bis Trainmeusel, dann Grünkreuz. Einkehrmöglichkeiten: Gaststätten in Muggendorf (empfehlenswert die Gaststätte „Brückla“, Wiesentweg 18, Tel. +499196998100, direkt an der Wiesent mit schönem Garten, Montags geschlossen). Trainmeusel: Gasthaus Seybert, Trainmeusel 16, Tel. +499196275, Mittwoch Ruhetag.
Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Abstieg nach Trainmeusel des öfteren über Stufen – bei Nässe: Rutschgefahr!
Wegbeschreibung: Vor dem Start oder bei der Rückkehr unbedingt den zu einem Info-Zentrum Naturpark umgestalteten Bahnhof besuchen – absolut sehenswert und informativ . Nach der Überquerung der Bahnlinie rechts bergauf der Teerstraße folgen. Oberhalb der letzten Häuser rechts in den Waldweg, der auch Radweg ist, einbiegen. Diesen bis oberhalb der Ortschaft Haag gehen, um dann links, steil aufsteigend, auf den Forstweg einschwenken, der auch mit einer Schranke für den Fahrverkehr gesperrt sein kann. Nach diesem Aufstieg befindet man sich schon auf Höhe der Burgruine Neideck und es erscheinen auch bereits die ersten großen Mauerreste der ehemaligen Burgbefestigung. Auf dem Plateau ist ein Infopavillon mit Sitzmöglichkeit errichtet. Von dort gelangt man über eine Holzbrücke zum markantesten noch vorhandenen Bau, dem Wohnturm. Dieser ist für die Besteigung mit Lochblechrosten und -treppenstufen hervorragend ausgebaut. Von der obersten Plattform bietet sich ein fantastischer, weiter Rundblick.
Burggeschichte: Erbaut als Adelsburg 1150/60, ursprünglich als Sitz der Adelsfamilie der Herren von Schlüsselberg. Im Laufe der Jahrhunderte mehrfacher Wechsel der Besitzer sowie Umbau und Erweiterung. Während des Bauernkrieges wurde die Burg schwer beschädigt und bereits im 16. JJahrhundert aufgegeben.
Auf der Höhe bleibend, führt der Rückweg weiterhin im Wald nach Trainmeusel. Am Ende des Waldes, kurz vor der Ortschaft, liegt der Trainmeuseler Brunnen, der bis 1923 die Gegend mit Trinkwasser versorgte. Auch sollte die Burg Neideck mit einer 1300 m langen Leitung versorgt worden sein, was aber nicht belegt ist. Um die Ortschaft wird die Hochfläche stark landwirtschaftlich genutzt. Ab Trainmeusel beginnt der stetige Abstieg nach Muggendorf. Vom Frauenstein bietet sich ein direkter Blick von oben auf Muggendorf. Nach Überwindung der vielen Stufen merkt man erst, wie hoch man über dem Wiesenttal gewandert ist. Nach Überquerung der Bahnlinie, der B470 und der Wiesent, steht man direkt vor der Gaststätte “Brückla“. Als Tagesabschluss ist der Besuch der Bing Höhle in Streitberg ein Muss. Diese 1905 von dem Nürnberger Großindustriellen und Geheimen Kommerzienrat Ignaz Bing entdeckte und erschlossene Höhle ist eine der schönsten Tropfstein-Galerie-Höhlen Deutschlands. Am Höhlenausgang befindet sich ein Parkplatz, von dem man auf einem geteerten Fußweg zum Höhleneingang geht. Saison ist vom 1. April bis 2. November. Geöffnet: Die. bis So. 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Montags geschlossen, außer in den bayer. Ferien. Tel. +4915738400496 und +499196929931, www.binghoehle.de




Bilder & Text: Johann Zimmermann

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