Juni Wanderung

Der Startpunkt der Juniwanderung der Naturfreunde Wandergruppe von Pommelsbrunn ist die Fehlnerkapelle bei Bittenbrunn in der Gemeinde Ursensollen. Zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich an dieser historischen Stelle. Die Kapelle wurde 1927 von drei Fehlnerbrüdern und ihrem Vater zum Dank für die, zum größten Teil, unversehrte Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg, errichtet. Der Standort ist die Hohe Wart, wo sich schon zur Keltenzeit zwei wichtige Altstraßen kreuzten. Einmal die „Hohe Straße“, die aus der Forchheimer Gegend nach Premberg an der Naab verlief und dann der „Bistumer Steig“, der aus dem Gebiet von Eger nach Manching an der Donau führte. Von diesem Standpunkt aus waren früher, als der Wald noch nicht so hoch stand, die drei Wallfahrtskirchen Habsberg, Amberg und Sulzbach-Rosenberg zu sehen. Jetzt sieht man nur noch die Maria Hilfsbergkirche in Amberg.

Die Gruppe, geführt von Zimmermann Hans, folgt dem Rundweg U5 durch den Bärenfall Wald bis in die unmittelbare Nähe von Heinzhof. Oberhalb des großen Wildgeheges der „Waldschänke am Hirschpark“ der Familie Geitner, bietet sich ein weiter Blick Richtung Lauterachtal und dem Truppenübungsplatz Hohenfels. Der weitere Wegverlauf verliert sich dann wieder im Wald und steigt stetig leicht bis auf die Endhöhe von 538 Metern Höhe an. Nach kurzer, ebener Strecke durch ein schönes Felsengebiet folgt der steile Abstieg bis auf die Höhe der Ortschaft Zant. Kaum aus dem Wald heraus, liegt die Wallfahrtskirche St. Josef auf dem gegenüberliegenden Bergrücken direkt im Blickfeld. Sie ist das angestrebte Ziel bis zur Mittagszeit. Der steile, direkte Anstieg zur Kirche wird über die Zufahrtsstraße umgangen. Der Wanderführer hat mit der Kirchenpflegerin, Frau Fleischmann Resi, eine Führung in dem Gotteshaus vereinbaren können, da das Haus normalerweise geschlossen ist. Frau Fleischmann, die in gewisser Weise schon seit Kindesbeinen mit diesem Haus verbunden ist, bringt den Zuhörerinnen und Zuhörern die Geschichte und die Besitzerwechsel, die in Verbindung mit der ehemaligen Burg stehen, verständlich und interessant zu Gehör. Vielen Dank für diesen nicht selbstverständlichen Dienst! Auf gleicher Höhe wie die Kirche liegt auch das Ziel für die Mittagsrast. Es ist das “Zantner Bergstüberl“, wo die abgesprochenen Essen in der Frühe schon vorbestellt wurden. In der gastlichen Wirtsstube warten schon vier treue Teilnehmer der früheren Monatswanderungen, die es sich nicht nehmen lassen, sich Mittags mit der Truppe zu treffen. Die Wirtin, Frau Haider, und ihre männliche Helferschaft, versorgen die Ankommenden schnell und vortrefflich mit Trinken und bestem Essen.

Nach dieser Stärkung steht nochmals der kurze Aufstieg über die Treppen zur Kirche auf dem Retourweg an, um dann ohne große Steigungen der Route zu folgen. Als erstes ist die große Ringwallanlage auf dem Plattenberg, ca. 200 Meter nördlich der Kapelle, ein sehenswertes Naturdenkmal, das schon in der Keltenzeit besiedelt war. Am Waldrand des großen Buchenwaldes führt die Route ostwärts an den verödeten zwei Finsterhüll Höfen vorbei, um dann nochmals einen wunderbaren freien Blick nach Westen zu gewähren. Die restliche Wegstrecke bis zur Fehlnerkapelle verläuft fast durchwegs durch einen Nadelwald. Das ist gut so, denn ganz zum Ende setzt noch Regen ein, der aber erst richt loslegt, als alle schon in den Autos sitzen.

Text: Johann Zimmermann

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