Für die erste Wanderung im Neuen Jahr trifft sich der harte Kern der Wanderer wieder am bekannten Treffpunkt in Pommelsbrunn. Neunzehn Teilnehmer_innen brechen, wie immer um 9:00 Uhr, bei gutem Wanderwetter auf.
Über die Heuchlinger Straße geht es den ersten Anstieg, steil den Felsenweg (Gesteige – „Stoich“) hoch in den Wald. Das „Stoich“ war in der Jugendzeit der meisten Wanderer_innen eine intensiv genutzte Schlitten- und Skipiste bis hinunter in das Dorf. Am Ende des Anstiegs wird der Weg Appelsberg – Deinsdorf überquert. Am westlichen Waldrand des Hofberges entlang, mit freiem, wunderbaren Blick auf Appelsberg und über Pommelsbrunn hinweg bis zum Moritzberg, führt der Weg wieder in den Wald des Hochberges. Unterhalb des im Jahr 2002 an der höchsten Stelle des Hofberges fertig gestellten Hochbehälters, wandert die Truppe weiter bis zum Ortsverbindungsweg Heuchling – Deinsdorf und auf diesem nach Deinsdorf. Der Paul-Pfinzing-Weg führt die Wanderer, teilweise an den Bahngleisen der Strecke Nürnberg/ Furth i. Wald entlang, Richtung Öd. Kurz vor Öd bietet sich noch eine frühgeschichtliche Sehenswürdigkeit an, ein Pingenfeld. Mit einem Aufstieg bis fast an den Waldrand östlich von Deinsdorf, ist die mit einer Infotafel gekennzeichnete Stelle im Wald errreicht. Bei dem Pingenfeld handelt es sich um Trichtergruben und Auswurfhügel, die auf einen früheren Tagebergbau zur Eisenerzgewinnung hinweisen. Diese dünne Schicht der „Alberze“ soll nach Analysen in der Oberpfalz einen sehr hohen Eisengehalt gehabt haben. Nach dieser interessanten Besichtigung geht es in den Landgasthof „Zum Bayerischen Johann“, wo alle bestens und schnell versorgt werden.
Gestärkt wird der Rückweg in Angriff genommen, doch nicht, ohne vorher ein Gruppenbild vor der unter Denkmalschutz stehenden, bereits 1368 genannten Ödmühle aufzunehmen. Bis auf drei Unentwegte, begibt sich der große Rest auf dem Wander- und Fahrradweg über Weigendorf und Hartmannshof zurück nach Pommelsbrunn. Die Dreiergruppe hat sich als Zwischenziel nach Pommelsbrunn die Felsformation „Die Beiden Schwestern“ gesetzt, die oberhalb der alten Kalköfen der Sebald Zement GmbH, Hartmannshof, im Wald nahe Hunas sind. Dazu muss wieder auf die Hochfläche bei Deinsdorf aufgestiegen werden. Oben angekommen geht es eben weiter an den Rand des Steinbruches der Firma Sebald. Welch ein grandioser Blick in die Tiefe des Bruches! Seit der Gründung 1860 baut das Familienunternehmen, das heute etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt, hier schon ab. Es fängt zu regnen an. Beim Erreichen der Felsen lässt dieser wieder etwas nach. Die Felsgruppe versteckt sich ziemlich stark im Wald und ist auch an keinem Wanderweg angebunden. Am Südhang des Steinbergs entlang, sowie unter dem Hofberg und dem Zankelstein führt der Rückweg noch Pommelsbrunn. Eine interessante Wanderstrecke!



Bilder u. Text: Hans Zimmermann

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