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Motorradfreunde erkunden Erzgebirge und Vogtland

"Rundum gelungen", so war die einhellige Meinung aller Teilnehmer der diesjährigen Vier-Tages-Motorrad-Ausfahrt der Pommelsbrunner NaturFreunde.
Als Ziel hatte man sich in diesem Jahr das Erzgebirge ausgesucht. Schon bei der Anfahrt durch die nördliche Oberpfalz, über Vohenstrauß und Tirschenreuth hinüber zu den tschechischen Nachbarn über Marienbad und Karlsbad kurvte man genüsslich auf ausgesuchten, wenig befahrenen Wegen. Bei der Mittagsrast in Chodovar/Kuttenplan ließ man sich die typisch böhmischen Knödel mit herzhaftem Gulasch schmecken.
Dann erreichte man Regionen des Erzgebirges, einem Mittelgebirge mit immerhin über 1000m hohen Erhebungen. Wie der Name schon verrät, wurde die Region über Jahrhunderte hinweg nachhaltig vom Bergbau, insbesondere vom Silberbergbau geprägt. Die Route führte durch die beeindruckende, von urigen Felsgebilden umgebene Schlucht des Teplatals nach Oberwiesenthal, der mit 914m höchstgelegenen Stadt Deutschlands..
Auch einen Abstecher auf den zweithöchsten Gipfel des Erzgebirges, dem 1.215m hohen Fichtelberg, ließ man sich nicht entgehen, um in der nahezu hundertjährigen geschichtsträchtigen "Sachsenbaude" Kaffee und Kuchen zu genießen.
Bald darauf hatte man das Ziel in dem grenznahen Städtchen Olbernhau erreicht. Auf der Terrasse des netten Familienhotels "Zum Poppschen Gut" genoss man noch lange den lauen Sommerabend.

Den zweiten Tag bestimmte eine Rundtour über das böhmische und sächsische Erzgebirge. Auf kleinen höchst kurvenreichen Straßen erkundete man im ständigen Auf und Ab auf tschechischer Seite das Gebiet um die Städte Duchcov/Dux, Krupka/Graupen, Teplice/Teplitz und Decin/Tetschen, die durch ihre einst prunkvollen Bauten und Schlösser auf ihre stolze Vergangenheit verweisen.
Leider hielt eine Gewitterfront von der Weiterfahrt in die Zittauer Berge ab und man verkürzte die Tour "trockenen Fußes" entlang des romantischen Elbtals. Ein Abstecher auf die älteste und berühmteste Touristenattraktion in der Sächsischen Schweiz, der Bastei, beeindruckte Alle mit ihrer herrlichen Fernsicht und dem unvergesslichen Blick auf das Elbtal.
Über Pirna und die Uhrenstadt Glashütte erreichte man nach knapp 300 gefahrenen Km wieder den Standort Olbernhau.

Am nächsten Tag lernte man die malerische Landschaft des Vogtlandes rund um Chemnitz näher kennen. Die Bikerrunde führte wieder über kleine und verkehrsarme Nebenstraßen, unter anderem über die schmucken Städte Freiberg, Waldheim, Altenburg, Weida, Greiz. Auf den vielen Anhöhen eröffneten sich weite Ausblicke über die sanft hügelige Landschaft. Besonders beeindruckend und ein "Muss" ist ein Stopp bei der Göltzschtalbrücke bei Reichenbach, dem Wahrzeichen des Vogtlandes. Das Viadukt mit seinen 98 Bögen gilt noch heute als die größte Ziegelbrücke der Welt mit einer Höhe von 78 m und einer Länge von 574 m.
Nach einer Kaffeepause im schönen Schneeberg, das auch als Barockstadt des Erzgebirges bezeichnet wird, ging es über die berühmte Silberstraße, der Handelsstraße früherer Bergbauzeiten, zurück zum Quartier.

Die Heimfahrt plante man über Aue, Morgenröte/Rautenkranz - dem Wetterbericht nach angeblich kältester Ort Deutschlands - und der Musikstadt Klingenthal zurück in bayerische Gefilde. Schon bald erreichte man das Fichtelgebirge und Fahrspaß pur bot sich auf der Waldsteinpanoramastraße, die sich entlang des Bergsattels schlängelt und immer wieder eine herrliche Aussicht auf die grüne Landschaft rund um Ochsenkopf, Schneeberg und Kösseine bietet. Das Waldsteinhaus, nahe am Gipfel des 877 m hohen Berges in idyllischer Lage inmitten mächtiger Felstürme lud zu einer gemütlichen Kaffeepause ein.
Durch die Oberpfalz, vorbei an dem weithin sichtbaren Vulkankegel des "Rauhen Kulm" erreichte man wieder die fränkische Heimat.
Der Tradition gehorchend beendete man die Ausfahrt mit einer gemeinsamen Brotzeit, diesmal beim Pechwirt in Artelshofen.
Großer Dank gilt dem tollen Tourenführer Artur, der die Gruppe, die sich schon auf die nächste Biker-Tour 2018 freut, wieder hervorragend geleitet hat.

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Bilder und Text: Hermine Habermann