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Juli Wanderung

Wie immer, ist der Treffpunkt der Wanderfreunde/innen für die monatliche Wanderung, die Bushaltestelle bei der Raiffeisenbank in Pommelsbrunn und wie immer um 9:00 Uhr. Bei herrlichen Wetterbedingungen wird gesammelt zum Ausgangspunkt der Tour, dem Parkplatz beim Stausee-Oberbecken, bei Deckersberg, gefahren. Hier wartet schon der Rest der Truppe. So sind es am Ende zwanzig Teilnehmer/innen, die sich auf den Weg durch den schönen Mischwald über den Arzbergturm zur Edelweißhütte aufmachen. Die Wanderung wird diesmal nicht so lange dauern. Die Führung übernimmt Plößel Hans. Im Wald ist es angenehm kühl. Auf halbem Weg muss der Schlüssel für den Turm in der Edelweißhütte geholt werden. So geht ein kleiner Teil zur Edelweißhütte und der Rest macht sich auf den Anstieg zum Turm.

Am 16. Juli 1885 wurde vom Verschönerungsverein Hersbruck, unter Turmbaumeister Oskar Ernst Wetzer, auf 611 Meter über Meereshöhe der Grundstein für den jetzt 28 m hohen (damals 24,6 m) Turm gelegt. Bereits Ende November 1885 war das Bauwerk fertiggestellt. Ab April 1886 war der Turm zu besteigen. Die Einweihung erfolgte am 2. Juli 1886. Bis dahin hatten sich bereits über 700 Besucher in das Gästebuch eingetragen.

Bis die „Schlüsselholer“ am Turm ankommen, vergeht einige Zeit, die die dort Wartenden auf den Sitzgruppen neben dem Turm genießen. - Es wird gemunkelt, dass schon in der Edelweißhütte „flüssiges Brot“ zu sich genommen wurde -. Nachdem Hans die Eisentüre geöffnet hat, steigen alle die 117 Stufen bis auf die Aussichtsplattform hoch. Es bietet sich eine fast komplette Rundumsicht an. Nach Westen, Richtung Nürnberg, sind die Bäume schon so hoch gewachsen, dass sie nicht mehr die Sicht frei geben. Das Pegnitztal von Hohenstadt bis Reichenschwand breitet sich vor uns aus, ebenso die dahinterliegenden Höhenzüge. Angebrachte Tafeln zeigen die in den jeweiligen Richtungen liegenden Örtlichkeiten an. Die Aussicht entschädigt für die Turmbesteigung. Nach dem Abstieg steuern wir direkt die Edelweißhütte an. Wir sind dort angemeldet. Nachdem wir mit Getränken versorgt sind, hängt der Wirt die Speisekarte, besser gesagt die mit Kreide beschriftete Tafel, für alle sichtbar auf. Wir werden schnell und gut bedient. Die Speisen schmecken ausgezeichnet. Nach dieser Stärkung wird der Rückweg angetreten, aber nicht eher, bevor der von Peter und Christa mitgebrachte „Treibstoff“ genossen und das Gruppenbild aufgenommen ist. Ein Stück des Weges geht es durch einen reinen Buchenwald, der sich aufstrebend wie die Säulen eines Domes darbietet. Flott marschieren wir zum Parkplatz zurück und nach der Verabschiedung trennen sich die Rückwege. Dann, bis zum nächsten monatlichen Wandertag!

Anmerkung: Das historische Bild des Arzberg-Turmes aus dem Jahre 1940 hat Hans gefunden und beigesteuert.

 

Juli Wanderung 01 01.1Arzbergturm1940

Bilder und Text: Hans Zimmermann