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NatuFreunde Wanderwochenende am Chiemsee

Zehn Pommelsbrunner Naturfreunde aus der ehemaligen Jugendgruppe trafen sich auch heuer wieder zu ihrem zur Tradition gewordenen 4-tägigen Wanderwochenende. Ziel war diesmal der Chiemsee, wo man in Seeon-Seebruck direkt am Ufer des "Bayerischen Meeres" Quartier bezog.

Den Anreisenachmittag nutzte man noch zu einer kleinen Wanderung rund um Grassau und zum Moorerlebnisweg, der auf rund 800 m durch das Naturschutzgebiet Kendlmühlfilzen, dem größten Hochmoor in der Chiemgauer Region, führt. Im Museum "Salz und Moor" bestaunte man die Technikgeschichte der Soleleitung, die schon im 16. Jh. von Reichenhall nach Rosenheim führte und als eine der ältesten weltweit gilt.

Leider hatte die Wettervorhersage recht und die nächsten Tage waren regnerisch und kalt. Die geplante Tour auf der Kampenwand musste deshalb ausfallen und man entschloss sich kurzerhand zu einer Bootsrundfahrt auf dem See mit Besichtigung der Inseln Herren- und Frauenchiemsee mit ihren Klosteranlagen und dem Königsschloss.

Bei einer beeindruckenden Führung durch das Schloss, das Ludwig II. als Abbild des Versailler Schlosses errichten ließ, erfuhr man, dass bis zum Tode Ludwigs II. nur das prunkvolle Treppenhaus sowie 5 reich mit Gold und Porzellan ausgestattete Räume sowie der Spiegelsaal , jedoch alles noch prachtvoller als in Versailles, fertig wurde. Das übrige Schloss blieb ein Torso. Vom geplanten Schlosspark, der die ganze Insel umfassen sollte, wurde auch nur die Mittelachse mit ihren grandiosen Wasserspielen vollendet.

Ein besonderes Flair bot ein Inselrundgang um die kleine Fraueninsel. Neben Fischereibetrieben, Töpfereien, malerisch gepflegten Häusern und Gärten beeindruckte das im 8. Jh. gegründete Kloster Frauenwörth mit der Münsterkirche und dem freistehenden Campanile.

Nachdem für den nächsten Tag Wetterbesserung angesagt war, startete man zu einer Radrundfahrt um den See. Gut ausgerüstet und warm eingepackt trotzte man auf dem ersten Drittel der Rundfahrt den Regen- und Graupelschauern. Zum Glück besserte sich das Wetter und die Sonne lugte immer wieder hervor, so dass man die restliche Route auf den gut ausgebauten Radwegen doch noch genießen konnte und jeder die rund 60 km lange Strecke gut bewältigte.

Da auch am letzten Tag witterungsbedingt keine Bergtour angeraten war, besuchte man das Kloster Seeon und erfuhr bei einem Rundgang von seiner wechselvollen Geschichte. Heute dient es als Kultur- und Bildungszentrum mit Konzerten, Ausstellungen und Tagungen.

Bevor man sich auf die Heimreise begab, entschied man sich noch zu einer kleinen Wanderung rund um die Seeoner Seenplatte.

Obwohl der Wettergott diesmal nicht mitspielte, genoss man doch die Zeit mit den alten Freunden und viele lustige Anektoden trugen zu langen und launigen Abenden bei.

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Text: Hermine Habermann Bilder: Hans Zimmermann, Horst Schreyer